Die 25 Propheten im Islam – Übersicht für Familien

Die 25 Propheten im Islam – Übersicht für Familien

Bismillah.

„Wie viele Propheten gibt es eigentlich?“ – diese Frage stellen Kinder früher, als man denkt. Und die Antwort ist größer, als die meisten erwarten.

Im Quran werden 25 Propheten namentlich genannt

Das ist die Zahl, die man überall liest – und sie stimmt. Aber sie beschreibt nur die, deren Namen im Quran stehen. Es waren sehr viel mehr.

Allah sagt im Quran: „Und für jede Gemeinschaft gibt es einen Gesandten.“ (Sure Yunus 10:47) Und an anderer Stelle sagt Er dem Propheten ﷺ, dass Er ihm von manchen Gesandten berichtet hat und von anderen nicht. (Sure an-Nisa 4:164)

Der Glaube an alle Propheten gehört zum Iman – auch an die, deren Namen wir nicht kennen.

Eine Zahl, die oft genannt wird: In manchen Überlieferungen ist von 124.000 Propheten und über 300 Gesandten die Rede. Diese Überlieferung wird von Gelehrten unterschiedlich bewertet – manche stufen sie als schwach ein. Sicher ist nur, was der Quran sagt: Es waren viele, und 25 werden namentlich genannt.

Warum Prophetengeschichten mehr sind als Geschichten

Es gibt einen Grund, warum der Quran so viel Raum dafür verwendet. Allah sagt:

„Und alles berichten Wir dir von den Nachrichten der Gesandten, womit Wir dein Herz festigen.“ (Sure Hud 11:120)

Die Geschichten sind also kein Beiwerk, sondern ein Mittel: Sie machen das Herz fest. Und an anderer Stelle:

„In ihren Geschichten ist wahrlich eine Lehre für diejenigen, die Verstand besitzen.“ (Sure Yusuf 12:111)

Für Kinder heißt das ganz praktisch: Sie lernen etwas, das man schwer erklären, aber leicht miterleben kann.

  • Geduld – Ayyub verlor alles und blieb standhaft. Ein Kind, das diese Geschichte kennt, hat ein Bild dafür, wenn es selbst etwas aushalten muss.
  • Vertrauen auf Allah – Ibrahim im Feuer, Musa vor dem Meer. Kein Vortrag über Tawakkul erreicht, was diese Szenen erreichen.
  • Umgang mit Neid – Yusuf und seine Brüder. Geschwisterstreit sieht danach anders aus.
  • Dua in Not – Yunus im Bauch des Fisches, allein im Dunkeln. Jedes Kind versteht sofort, was das bedeutet.
  • Standhaft bleiben, auch allein – Nuh predigte jahrzehntelang, und fast niemand hörte zu.

Dazu kommt etwas, das sich nicht messen lässt: Kinder, die diese Namen kennen, fühlen sich in ihrem Glauben zu Hause. Sie wissen, dass sie zu einer langen Kette gehören.

Die 25 Propheten im Quran

In der Reihenfolge, wie sie üblicherweise aufgezählt werden. In Klammern der Name, den dein Kind vielleicht aus der Schule kennt:

1 · Adam Der erste Mensch und der erste Prophet
2 · Idris (Henoch)
3 · Nuh (Noah) – die Arche und die große Flut
4 · Hud Gesandt zum Volk ʿAd
5 · Salih Die Kamelstute als Zeichen
6 · Ibrahim (Abraham) – der Freund Allahs
7 · Lut (Lot)
8 · Ismail (Ismael) – Sohn Ibrahims, baute mit ihm die Kaaba
9 · Ishaq (Isaak) – Sohn Ibrahims
10 · Yaqub (Jakob) – Vater Yusufs
11 · Yusuf (Josef) – der Traum von den elf Sternen
12 · Schuaib Gesandt zum Volk von Madyan
13 · Ayyub (Hiob) – das Vorbild für Geduld
14 · Dhul-Kifl Nur kurz im Quran erwähnt
15 · Musa (Mose) – der Pharao und die Teilung des Meeres
16 · Harun (Aaron) – Bruder Musas
17 · Dawud (David) – bekam den Zabur
18 · Sulayman (Salomo) – verstand die Sprache der Tiere
19 · Ilyas (Elija)
20 · Al-Yasa (Elisa)
21 · Yunus (Jona) – im Bauch des großen Fisches
22 · Zakariyya (Zacharias)
23 · Yahya (Johannes) – Sohn Zakariyyas
24 · Isa (Jesus) – geboren ohne Vater, bekam das Indschil
25 · Muhammad ﷺ Der letzte Prophet, das Siegel der Propheten

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Prophet oder Gesandter – was ist der Unterschied?

Eine Frage, die auch Erwachsene oft nicht sicher beantworten. Kurz gefasst: Jeder Gesandte ist ein Prophet, aber nicht jeder Prophet ist ein Gesandter.

Ein Gesandter (Rasul) bekam eine neue Botschaft oder ein Buch für sein Volk. Ein Prophet (Nabi) bekam Offenbarung, folgte aber oft der Botschaft eines Gesandten vor ihm. Deshalb gab es deutlich mehr Propheten als Gesandte.

Die fünf mit der besonderen Stellung

Fünf Propheten werden im Quran als Ulul-ʿAzm hervorgehoben – die mit festem Entschluss: Nuh, Ibrahim, Musa, Isa und Muhammad ﷺ. (Sure al-Ahzab 33:7 und Sure al-Ahqaf 46:35)

Sie trugen die schwerste Last, hielten am längsten durch, und ihre Geschichten werden im Quran am ausführlichsten erzählt.

Warum es über manche Propheten ein eigenes Buch gibt

Wenn du unsere Reihe anschaust, wirst du merken: Nicht alle 25 haben ein eigenes Buch. Das hat einen einfachen Grund.

Der Quran erzählt nicht über alle gleich viel. Über manche Propheten stehen ganze Suren – über Yusuf zum Beispiel eine komplette. Über andere, wie Dhul-Kifl, steht kaum mehr als der Name. Wo der Quran ausführlich erzählt, gibt es eine Geschichte mit Anfang, Mitte und Ende, die ein Kind mitverfolgen kann. Wo er knapp bleibt, müsste man ausschmücken – und genau das wollen wir nicht.

Wir setzen die Priorität dort, wo der Quran sie setzt. Das heißt ausdrücklich nicht, dass die anderen Propheten weniger wichtig wären. Der Glaube gilt ihnen allen. Es heißt nur: Über diese hier wissen wir genug, um ehrlich erzählen zu können, ohne etwas zu erfinden.

Und es heißt auch nicht, dass die Reihe fertig ist. Es können jederzeit weitere dazukommen.

Für Eltern, die tiefer einsteigen wollen

Das klassische Werk zum Thema sind die „Geschichten der Propheten“ von Ibn Kathir – eine ausführliche Zusammenstellung dessen, was Quran und Sunnah über jeden einzelnen Propheten berichten. Es gibt deutsche Übersetzungen. Für Kinder ist es zu ausführlich, aber als Nachschlagewerk für dich selbst ist es die beste Grundlage – gerade wenn dein Kind nachfragt und du sicher sein willst, dass die Antwort belegt ist.

Unsere Prophetengeschichten

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Und die Sira – das Leben des Propheten ﷺ

Über keinen Propheten wissen wir so viel wie über Muhammad ﷺ. Seine Lebensgeschichte ist bis ins Detail überliefert – was er sagte, wie er mit Kindern umging, wie er in schweren Momenten reagierte. Genau deshalb ist sie das beste Vorbild, das ein Kind bekommen kann.

Für Leser ab 10 Jahren: Prophet Muhammad – die fesselnde Lebensgeschichte eines besonderen Mannes. Ausführlich, aber so erzählt, dass man weiterlesen will.

Für jüngere Kinder: Muhammad ﷺ – Das spannende Leben unseres geliebten Propheten.

Wenn Vorlesen nicht immer klappt

Drei der Geschichten gibt es auch als Hörspiel – fürs Auto, beim Malen oder vor dem Einschlafen:

Gerade jüngere Kinder hören dieselbe Geschichte gern zehnmal. Das ist kein Mangel an Abwechslung, sondern genau die Wiederholung, durch die sie hängen bleibt.

Ab welchem Alter?

Ab 2 bis 3 Jahren geht es um Namen und Bilder, nicht um Handlung. Dafür gibt es Meine ersten Propheten als erstes Buch.

Ab 4 bis 5 Jahren funktionieren die Geschichten mit Anfang und Ende – Yunus im Fisch, Nuh und die Arche, Ibrahim und die Götzen.

Ab 7 Jahren kommen die Fragen: Warum hat Allah das zugelassen? Warum musste Ayyub so lange leiden? Das ist der beste Teil – lass die Fragen zu, auch wenn du nicht auf alles eine Antwort hast.

Ab 10 Jahren ist die Sira dran, siehe oben.

Drei Dinge, auf die du beim Erzählen achten solltest

Nichts dazuerfinden. Wo der Quran schweigt, schweigen wir auch. „Das wissen wir nicht“ ist eine völlig richtige Antwort und ein gutes Vorbild.

Die Lehre nicht anhängen. Kinder ziehen ihre eigenen Schlüsse, wenn man ihnen Zeit lässt. Frag lieber: „Was hättest du gemacht?“

Die Namen mit Segensformel. Bei den Propheten sagt man aleihi salam, beim Propheten Muhammad sallallahu aleihi wa sallam. Kinder übernehmen das schnell, wenn sie es hören.

Häufige Fragen

Wie viele Propheten gibt es im Islam?

Im Quran werden 25 Propheten namentlich genannt. Es waren aber sehr viel mehr – Allah sagt, dass jede Gemeinschaft einen Gesandten hatte und dass Er nicht von allen berichtet hat.

Wer war der erste und wer der letzte Prophet?

Der erste war Adam, zugleich der erste Mensch. Der letzte ist Muhammad ﷺ, das Siegel der Propheten – nach ihm kommt kein weiterer.

Was ist der Unterschied zwischen einem Propheten und einem Gesandten?

Ein Gesandter bekam eine neue Botschaft oder ein Buch für sein Volk. Ein Prophet bekam Offenbarung, folgte aber oft der Botschaft eines Gesandten vor ihm. Jeder Gesandte ist ein Prophet, aber nicht umgekehrt.

Warum sind Prophetengeschichten für Kinder wichtig?

Weil sie Werte zeigen statt sie zu erklären: Geduld bei Ayyub, Vertrauen bei Ibrahim, Umgang mit Neid bei Yusuf. Allah selbst nennt als Grund, dass die Geschichten das Herz festigen (Sure Hud 11:120).

Sind die Propheten im Islam dieselben wie in der Bibel?

Viele Namen kommen in beiden vor – Ibrahim, Musa, Isa. Die Geschichten unterscheiden sich aber in wichtigen Punkten, und im Islam sind alle Propheten von Allah erwählt und vor schweren Sünden bewahrt.

Ab welchem Alter kann ich Prophetengeschichten erzählen?

Ab zwei bis drei Jahren mit Namen und Bildern, ab vier bis fünf mit richtigen Geschichten, ab sieben mit den Fragen dahinter.

Zum Schluss

Fang mit einer einzigen Geschichte an. Yunus im Bauch des Fisches funktioniert fast immer – sie ist kurz, bildhaft, und jedes Kind versteht, was es heißt, allein im Dunkeln zu rufen.

Und damit dein Kind die ganze Kette vor Augen hat: Häng das Poster mit allen 25 Propheten ins Kinderzimmer – kostenlos zum Ausdrucken.

Möge Allah unseren Kindern die Liebe zu Seinen Propheten ins Herz legen. Amin 🤲

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