Junge schaut in den Sternenhimmel – die Schöpfungsgeschichte im Islam für Kinder erklärt

Die Schöpfungsgeschichte im Islam – kindgerecht erklärt

„Mama, wer hat eigentlich die Sterne gemacht?"

Solche Fragen kommen meistens dann, wenn man sie am wenigsten erwartet. Im Auto, beim Zähneputzen, kurz vor dem Schlafengehen. Und in dem Moment, in dem dein Kind dich anschaut, wird dir klar: Das ist keine Kinderfrage. Das ist eine der größten Fragen überhaupt — und du sollst sie jetzt mal eben in zwei Sätzen beantworten.

Wir kennen das. Wir wollen unseren Kindern den Islam von Herzen weitergeben — und gleichzeitig spüren wir bei manchen Themen: Ich weiß nicht, wo ich anfangen soll. Die Schöpfungsgeschichte ist genau so ein Thema. Gewaltig, tief, voller Bilder im Quran — und doch musst du sie deinem Fünfjährigen so erzählen, dass sie ihn nicht erdrückt, sondern berührt.

Bismillah — lass uns das gemeinsam angehen. In diesem Artikel findest du:

  • Was der Quran wirklich über die Schöpfung sagt — kindgerecht aufbereitet
  • Die einzelnen Etappen, in denen Allah Himmel, Erde, Engel, Jinn und Menschen erschaffen hat
  • Praktische Tipps, wie du die Geschichte altersgerecht erzählst
  • Eine kostenlose Hörbuch-Bibliothek, in der dein Kind die Geschichte hören kann — bildschirmfrei, ohne Musik, mit Sorgfalt erzählt

Es ist nicht der eine perfekte Erklär-Trick. Aber es ist ein Anfang, an dem wir alle wachsen — du, dein Kind, und in schaa Allah die ganze Familie.


Was sagt der Quran zur Schöpfung?

Geschlossener Koran mit Datteln und Tee am Fenster – Quelle der islamischen Schöpfungsgeschichte

Bevor wir den Kindern die Geschichte erzählen, lohnt es sich, einen Moment selbst innezuhalten. Denn die Schöpfungsgeschichte im Islam ist nicht ein zusammenhängender Block wie die Genesis in der Bibel. Sie liegt verstreut über viele Suren — kleine Verse hier, eine Andeutung dort, ein gewaltiges Bild im nächsten Kapitel. Wer den Quran aufschlägt und nach „Schöpfung" sucht, findet keinen einzigen Erzählstrang. Sondern eine ganze Galaxie aus Hinweisen.

Das hat einen Grund: Der Quran ist kein Geschichtsbuch. Er ist eine Rechtleitung. Allah erzählt von der Schöpfung dort, wo es uns etwas lehren soll — über Ihn, über uns, über unsere Aufgabe. Wer die Quranische Erzählung in voller Tiefe nachlesen möchte, findet sie im Tafsir Ibn Kathir.

Vier Wahrheiten ziehen sich durch alle Verse hindurch:

1. Allah hat alles aus dem Nichts erschaffen. Es gab nichts — nur Allah. Kein Universum, keine Zeit, kein Davor. Dann sagte Er „Sei!" und es war.

„Wenn Er eine Angelegenheit bestimmt, so sagt Er zu ihr nur: ‚Sei!', und sie ist." (Sure Al-Baqarah 2:117, Übersetzung Bubenheim)

2. Die Schöpfung geschah in sechs „Tagen". Der Quran sagt mehrfach, dass Himmel und Erde in sechs Tagen erschaffen wurden. Aber „Tag" meint hier nicht 24 Stunden, wie wir es vom Kalender kennen. Das arabische Wort ayyam steht für Zeitabschnitte — Phasen, die nur Allah selbst kennt.

„Er ist es, Der die Himmel und die Erde in sechs Tagen erschaffen hat." (Sure Hud 11:7, Übersetzung Bubenheim)

3. Alles wurde mit Maß und Ordnung erschaffen. Keine Zufallsexplosion, kein Versehen. Jedes Atom hat seinen Platz. Jeder Stern seine Bahn. Allah ist Al-Khaliq — der Schöpfer — und Al-Musawwir — der Gestalter, der jedem Geschöpf seine Form gibt.

4. Die Schöpfung ist ein Zeichen für die, die nachdenken. Immer wieder im Quran heißt es sinngemäß: Schau dich um. Schau zu den Sternen. Schau auf die Erde. In all dem liegen Zeichen — für Menschen, die ihren Verstand benutzen.

Das ist der Rahmen, in dem alles weitere steht. Wenn dein Kind dich später fragt: „Wer hat das gemacht?" — du hast jetzt nicht nur eine Antwort. Du hast eine Einladung.

🎁 Beim Lernen über die Schöpfung lernst du auch Allah selbst kennen — durch Seine Namen. Al-Khaliq (der Schöpfer), Al-Bari (der Erbauer), Al-Musawwir (der Gestalter). Hol dir unsere kostenlosen 99-Namen-Allahs-Lernkarten zum Ausdrucken — eine wunderschöne Möglichkeit, Allah mit deinem Kind gemeinsam kennenzulernen. Alle Namen mit Bedeutung auf Deutsch findest du in unserem Überblick zu den 99 Namen Allahs.


Wer ist Allah, der Schöpfer?

Stell dir vor, dein Kind kommt zu dir und fragt: „Mama, wer ist Allah?"

Du holst Luft. Wo fängst du an?

Wir alle kennen diesen Moment. Allah lässt sich nicht in einem Satz erklären, und vielleicht ist das auch der Punkt. Aber wenn es um die Schöpfung geht, gibt es einen Ausgangspunkt, der für Kinder besonders zugänglich ist: Allah war da, bevor irgendetwas anderes war.

Es gab keine Erde. Keine Sonne. Keinen Himmel. Keine Engel, keine Menschen, keine Zeit. Nichts. Nur Allah.

Der Prophet ﷺ hat das in einem klaren Hadith für uns festgehalten:

„Allah war, und es gab nichts außer Ihm." (Sahih al-Bukhari 3191)

Lass das einen Moment wirken.

Kein Vorher. Kein Anfang. Alles, was wir kennen, hat irgendwann begonnen — du, ich, die Sonne, sogar die Zeit selbst. Nur Allah hatte nie einen Anfang. Er ist Al-Awwal, der Erste, vor dem nichts war.

„Er ist der Erste und der Letzte, der Offenbare und der Verborgene, und Er weiß über alles Bescheid." (Sure Al-Hadid 57:3, Übersetzung Bubenheim)

Für ein Kind klingt das schwindelerregend — und das darf es auch. Hier hilft ein Bild: Alles um uns herum wurde irgendwann „gemacht". Der Stuhl wurde gebaut, der Baum ist aus einem Samen gewachsen, du wurdest geboren. Aber Allah wurde von niemandem gemacht. Er war immer schon da. Er hat sogar die Zeit erst erschaffen — Er steht also gar nicht „in" der Zeit wie wir.

Und weil Er vor allem war und alles erst durch Ihn entstand, war Er auf nichts und niemanden angewiesen.

Und nichts brauchte Er. Nicht uns, nicht die Engel, nicht die Sterne. Er erschuf das alles nicht, weil Ihm etwas fehlte. Er erschuf es, weil Er erschaffen wollte.

Für Kinder lässt sich das in einem Bild fassen, das sie verstehen:

„Allah ist nicht wie wir. Wenn wir etwas machen wollen, brauchen wir Material — Papier, Stifte, Bausteine. Allah braucht nichts. Er sagt nur ‚Sei!' und es ist da."

Diese eine Wahrheit — dass Allah nicht wie Seine Schöpfung ist — ist das Herzstück des Tauhid. Sie ist der Grund, warum wir Ihn anbeten und nichts und niemanden sonst. Und sie ist der Anfang jeder Schöpfungsgeschichte, die wir unseren Kindern erzählen können.

📘 Wenn du tiefer einsteigen willst, schau dir unser Buch „Wer ist Allah?" an — kindgerecht geschrieben, Schritt für Schritt erklärt, mit den 99 Namen Allahs als Anker. Eines der Bücher, die unsere eigenen Kinder am liebsten immer wieder hören.

Und wenn du selbst tiefer in solche Themen eintauchen möchtest, stöbere in unseren islamischen Büchern für Erwachsene.


Die Etappen der Schöpfung

Wenn du dir den Quran als gewaltiges Mosaik vorstellst, dann sind die Verse über die Schöpfung wie einzelne Steine — verstreut, aber wenn man sie zusammenlegt, entsteht ein klares Bild. Aus Quran und Sunnah lassen sich verschiedene Stationen der Schöpfung herausarbeiten, die du deinem Kind als roten Faden erzählen kannst.

Wir teilen die Schöpfung in drei große Schritte:

1. Der Anfang — bevor das Universum stand

Galaxien, Sterne und Nebel im Aquarellstil – Allah erschuf das Universum

Bevor die Erde, die Sterne und das Leben entstanden, gab es schon den Thron Allahs (Al-‚Arsch) — das gewaltigste Geschöpf überhaupt, über aller Schöpfung. Im Hadith des Propheten ﷺ heißt es, dass „Sein Thron über dem Wasser war" — ein Bild, das uns andeutet, wie unbegreiflich groß und alt diese Schöpfung ist.

Auch der Qalam (die Schreibfeder) gehört zu den allerersten Geschöpfen Allahs. Mit ihm wurde alles aufgeschrieben, was geschehen sollte, bis zum Tag der Auferstehung.

Das ist ein Punkt, an dem viele Eltern stocken: Wie erklärt man einem Kind den Thron Allahs? Die Antwort ist: Du musst es nicht im Detail tun. Es reicht zu sagen: „Bevor Allah die Erde, die Sterne und uns alle erschuf, hat Er Zeichen gesetzt, die zeigen: Er ist der Größte. Sein Thron ist größer als alles, was wir uns vorstellen können."

🎧 In unserer Hörbuch-Bibliothek hört ihr die Geschichte vom Qalam und dem Thron — kindgerecht erzählt, in wenigen Minuten.

2. Himmel, Erde und Wasser — der Raum für das Leben

Die Erde aus dem Weltall – Himmel, Erde und Wasser in der Schöpfung

Danach erschuf Allah die Erde — und über ihr die sieben Himmel. Zwischen ihnen das Wasser, aus dem alles Lebendige seinen Anfang nimmt.

„Und Wir machten aus dem Wasser alles Lebendige." (Sure Al-Anbiya 21:30, Übersetzung Bubenheim)

Sieben Himmel — übereinander, jeder mit eigenen Wundern. Die Erde — geschaffen, damit Leben darauf wachsen kann. Und das Wasser als Quelle für alles, was atmet, blüht, wächst. Für Kinder ist genau das ein dankbarer Moment: „Wenn du das nächste Mal Wasser trinkst, denk daran — Allah hat es gemacht, damit du leben kannst."

🎧 Hört mit eurem Kind die einzelnen Etappen: Die Erde · Die Himmel · Das Wasser.

Sonnenaufgang über grünen Hügeln und einem See – die Erschaffung der Natur

3. Engel, Jinn und Mensch — die Wesen, die Allah erschuf

Bevor uns Menschen gab, erschuf Allah die Engel — aus Licht, ohne eigenen Willen, um Allah zu dienen. Danach die Jinn — aus rauchloser Flamme, mit eigenem Willen, manche gläubig, manche nicht. Und schließlich den Menschen — aus Lehm, mit Verstand, Verantwortung und der Aufgabe, Statthalter auf der Erde zu sein.

Das ist der Moment, in dem die Schöpfungsgeschichte uns am direktesten anspricht. Denn der erste Mensch, Adam aleihi salam, war der Anfang von dir, von mir, von deinem Kind. Wir alle sind Nachfahren Adams. Wir alle tragen die Aufgabe weiter, die er bekommen hat: Allah zu kennen, Ihm zu dienen, gut auf Seiner Erde zu wirtschaften.

🎧 In der Hörbuch-Bibliothek findest du Kapitel zu den Engeln, den Jinn und der Erschaffung des Menschen — Stoff für viele schöne Gespräche zwischen euch und euren Kindern.


Die Erschaffung Adams aleihi salam — und warum sie uns alle angeht

Bei Adam aleihi salam wird die Schöpfungsgeschichte plötzlich persönlich. Bis hierhin war alles groß, kosmisch, fast unfassbar — Himmel, Sterne, Engel, Jinn. Aber Adam? Adam ist unser Urvater. Mit seiner Erschaffung beginnt unsere eigene Geschichte.

Im Quran spricht Allah zu den Engeln, bevor Er Adam erschafft:

„Und als dein Herr zu den Engeln sagte: ‚Ich werde auf der Erde einen Statthalter einsetzen', sagten sie: ‚Willst Du auf ihr jemanden einsetzen, der auf ihr Unheil stiftet und Blut vergießt, wo wir Dich doch lobpreisen und Deiner Heiligkeit lobsingen?' Er sagte: ‚Ich weiß, was ihr nicht wisst.'" (Sure Al-Baqarah 2:30, Übersetzung Bubenheim)

Lies das nochmal langsam.

Die Engel wundern sich. Allah antwortet nicht mit einer langen Erklärung, sondern mit einem einzigen Satz: „Ich weiß, was ihr nicht wisst." Und dann beginnt Er, Adam zu erschaffen.

Aus Lehm. Nicht aus Licht wie die Engel, nicht aus Feuer wie die Jinn — sondern aus Erde, aus Ton.

„…Ich werde ein menschliches Wesen aus Lehm erschaffen. Wenn Ich es zurechtgeformt und ihm von Meinem Geist eingehaucht habe, dann fallt vor ihm nieder." (Sure Sad 38:71-72, Übersetzung Bubenheim)

Zwei Dinge machen den Menschen besonders. Das erste: Allah formte ihn und hauchte ihm von Seinem Geist (Ruh) ein. Das heißt nicht, dass der Mensch „ein Stück von Allah" in sich trägt — Allah ist nichts von Seiner Schöpfung.

Das zweite: Allah lehrte Adam die Namen.

„Und Er lehrte Adam die Namen alle…" (Sure Al-Baqarah 2:31, Übersetzung Bubenheim)

Wissen, Sprache, die Fähigkeit, die Dinge zu benennen und zu verstehen — etwas, das selbst die Engel so nicht besaßen. Als Allah die Engel aufforderte, sich vor Adam niederzuwerfen — eine Niederwerfung der Ehre auf Allahs Befehl, kein Gebet, denn angebetet wird allein Allah —, taten sie es alle. Nur einer weigerte sich: Iblis. Aus Hochmut. Er hielt sich, aus Feuer erschaffen, für besser als den Menschen aus Lehm. Von da an wurde er zu Schaytan, unserem offenen Feind — und deshalb suchen wir bei allem, was wir beginnen, Zuflucht bei Allah vor ihm.

Und schließlich gab Allah dem Menschen eine Aufgabe: Statthalter (Khalifa) auf der Erde zu sein. Kein Herrscher, der nimmt, was er will — sondern ein Verwalter, der die Erde pflegt, gerecht ist und Allah dient. Genau das wusste Allah den staunenden Engeln voraus: dass aus diesem Geschöpf aus Lehm Menschen hervorgehen, die Ihn aus freiem Willen lieben und Ihm dienen.

Und dieser erste Mensch, Adam aleihi salam, ist der Anfang von uns allen.

📘 Die ganze Geschichte von Adam aleihi salam — kindgerecht erzählt — findest du in unserem Buch „Prophet Adam".


Was die islamische Schöpfungsgeschichte besonders macht

Vielleicht kennt dein Kind eine Schöpfungsgeschichte schon aus der Schule oder einem Buch — und merkt: Manches klingt ähnlich, manches ganz anders. Das ist eine schöne Gelegenheit, Klarheit zu schaffen statt Verwirrung.

In der Bibel (im ersten Buch Mose, der Genesis) erschafft Gott die Welt ebenfalls in sechs Tagen — und ruht am siebten. Genau hier liegt ein wichtiger Unterschied: Im Islam ruht Allah nicht. Er wird nicht müde und braucht keine Pause.

„Wir erschufen ja die Himmel und die Erde und das, was dazwischen ist, in sechs Tagen, und dabei berührte Uns keine Ermüdung." (Sure Qaf 50:38, Übersetzung Bubenheim)

Allah erschafft nicht mit Mühe und Arbeit, sondern mit einem einzigen Wort: „Sei!"

Die Wissenschaft erzählt vom Urknall — davon, wie sich das Universum aus einem winzigen, unvorstellbar dichten Anfang entfaltet hat. Für uns als Muslime ist das kein Widerspruch. Der Quran lädt uns sogar ausdrücklich ein, das Universum zu erforschen und über seine Zeichen nachzudenken. Der entscheidende Unterschied liegt nicht im Wie, sondern im Wer: Die Wissenschaft kann beschreiben, wie sich die Welt entwickelt hat. Aber sie kann nicht erklären, warum überhaupt etwas existiert statt nichts. Diese Antwort gibt der Islam — hinter allem steht ein Schöpfer, der es gewollt und geplant hat. Kein Zufall.

So kannst du deinem Kind ehrlich sagen: „Was du in der Schule lernst, ist nicht unbedingt alles falsch. Aber es erzählt nur den halben Teil. Der wichtigste Teil ist: Allah hat das alles gemacht — mit einem Plan."


Wie erkläre ich es meinem Kind?

Muslimische Familie betrachtet abends gemeinsam den Sternenhimmel

Du musst kein Gelehrter sein, um deinem Kind die Schöpfung näherzubringen. Du musst nur anfangen. Hier sind ein paar Wege, die sich in vielen Familien bewährt haben:

Fang beim Staunen an, nicht beim Wissen. Kinder lieben Fragen oft mehr als Antworten. Geh mit deinem Kind nach draußen, schaut zum Himmel, zu den Ameisen, zum Regen — und frag: „Wer hat das wohl gemacht?" Aus diesem Staunen wächst der Glaube fast von selbst. Genau dazu lädt der Quran ein: über die Zeichen nachzudenken.

Pass die Tiefe dem Alter an.

  • 3–5 Jahre: Ein Satz reicht. „Allah hat alles gemacht — die Sterne, dich, mich. Und Er war schon immer da." Mehr braucht es nicht.
  • 6–8 Jahre: Jetzt kommen die Etappen dazu — Himmel, Erde, Wasser, Engel, Jinn, Mensch. Erzähl es wie eine Geschichte, nicht wie eine Liste.
  • Ab 9 Jahren: Jetzt dürfen die großen Fragen kommen: Zeit, Urknall, „Warum?". Trau dich, auch zu sagen, was wir nicht wissen.

„Das weiß nur Allah" ist eine starke Antwort. Du musst nicht alles erklären können. Wenn dein Kind fragt, wie lange ein „Tag" der Schöpfung war oder wie groß der Thron ist — „Das weiß nur Allah" ist keine Ausrede, sondern Tauhid in seiner schönsten Form. Vieles geht über unseren Verstand — und das ist auch gut so. Wir vertrauen Allah, auch wenn wir nicht alles begreifen. So lehrst du dein Kind Demut und Vertrauen.

Wiederhole mit Geschichten. Kinder lernen durch Wiederholung — und am liebsten durch Geschichten, die sie immer wieder hören dürfen. Genau dafür haben wir die Hörbuch-Bibliothek gebaut: die Schöpfung kindgerecht erzählt, ohne Musik, bildschirmfrei — zum Einschlafen oder für die Autofahrt.

🎧 Hör dir mit deinem Kind die Schöpfungsgeschichte in unserer Hörbuch-Bibliothek an — Kapitel für Kapitel, in ruhigen, kindgerechten Worten.

Sei dein eigenes Vorbild. Dein Kind spürt, ob du staunst. Wenn du beim Anblick eines Sonnenuntergangs selbst mit Ehrfurcht „SubhanAllah" sagst, lernt dein Kind daraus mehr als aus jeder Erklärung.


Die Reise geht weiter — die Propheten

Denn nach Adam aleihi salam schickte Allah Generation um Generation Propheten zu den Menschen, um sie an Ihn zu erinnern.

Nuh aleihi salam baute die Arche, als die Menschen vom rechten Weg abgekommen waren. Ibrahim aleihi salam widerstand seinem eigenen Vater und einem ganzen Volk, um zum Tauhid zurückzukehren. Musa aleihi salam führte sein Volk durch das geteilte Meer. Isa aleihi salam brachte Wunder und Hoffnung. Und am Ende der Prophetenreihe steht Muhammad ﷺ — Siegel der Propheten, gesandt als Barmherzigkeit für die Welten.

Jeder dieser Propheten hat eine Geschichte, die deinem Kind etwas zeigt — über Geduld, über Mut, über Vertrauen in Allah. Und alle diese Geschichten beginnen mit dem einen, der vor ihnen kam: Adam aleihi salam.

Wenn die Schöpfungsgeschichte das Fundament ist, sind die Prophetengeschichten die Mauern und das Dach. Erst zusammen ergeben sie das Haus, in dem dein Kind seinen Iman aufbauen kann.

📚 In unserem „Geschichten der Propheten" Bundle findest du die wichtigsten Propheten-Erzählungen — kindgerecht aufbereitet, in der richtigen Reihenfolge, mit Quran-Quellen verankert. Ein Schatz, aus dem deine Kinder über Jahre schöpfen können.

📖 Und für dich selbst zum Nachlesen: die ausführlichen Geschichten der Propheten von Imam Ibn Kathir — das klassische Standardwerk für Erwachsene, um die Quellen in voller Tiefe kennenzulernen.

Und wer parallel den Quran richtig rezitieren lernen möchte, findet im Quran Tajweed (Hafs) eine schöne Ausgabe.


Häufige Fragen zur Schöpfungsgeschichte im Islam

Wer hat die Welt im Islam erschaffen?

Allah hat die Welt erschaffen. Im Islam ist Er der einzige Schöpfer — niemand und nichts hat Ihm dabei geholfen. Allah erschuf alles aus dem Nichts, indem Er sagte: „Sei!"

Wie viele Tage hat die Schöpfung im Islam gedauert?

Der Quran sagt, dass Allah Himmel und Erde in sechs ayyam (Tagen oder Zeitabschnitten) erschaffen hat (Sure Hud 11:7). Diese „Tage" sind nicht zwingend 24-Stunden-Tage wie unsere — das arabische Wort ayyam steht für Phasen, deren genaue Länge nur Allah selbst kennt.

Was war zuerst da — die Himmel oder die Erde?

Aus den Versen des Quran (Sure Fussilat 41:9-12) lässt sich entnehmen, dass Allah zuerst die Erde erschuf und sich dann den Himmeln zuwandte, um sie in sieben Schichten zu vollenden.

Was sind die Engel im Islam?

Die Engel sind Geschöpfe Allahs, erschaffen aus Licht. Sie haben keinen eigenen Willen und tun nur, was Allah ihnen aufträgt. Sie loben Allah unaufhörlich und übernehmen verschiedene Aufgaben in der Schöpfung.

Was sind die Jinn?

Die Jinn sind ebenfalls Geschöpfe Allahs, erschaffen aus rauchloser Flamme. Anders als die Engel haben Jinn einen eigenen Willen — manche sind gläubig, manche nicht. Wir Menschen können sie normalerweise nicht sehen.

Wer war der erste Mensch im Islam?

Der erste Mensch war Adam aleihi salam. Allah erschuf ihn aus Lehm, hauchte ihm von Seinem Geist ein und lehrte ihn die Namen aller Dinge. Adam aleihi salam war zugleich der erste Prophet und Statthalter Allahs auf der Erde.

Hat Allah am siebten Tag geruht?

Nein. Anders als in manchen anderen Überlieferungen ruht Allah im islamischen Verständnis nicht — Er ermüdet nicht und braucht keine Erholung. Der Quran sagt, dass Ihn weder Schlummer noch Schlaf überkommt (Sure Al-Baqarah 2:255) und dass Ihn bei der Erschaffung von Himmeln und Erde keine Ermüdung berührte (Sure Qaf 50:38).


Zum Schluss

Erinnerst du dich an die Frage vom Anfang? „Mama, wer hat die Sterne gemacht?" Vielleicht kommt sie heute Abend wieder. Und vielleicht hast du immer noch nicht die eine perfekte Antwort — aber etwas Besseres: einen Anfang, ein Staunen, eine Einladung, die ihr gemeinsam weitergeht.

Die Schöpfungsgeschichte ist erst der Beginn. Danach kommen die Propheten, die Namen Allahs, die großen und kleinen Wunder des Glaubens — Stoff für viele Abende.

Und wenn ihr solche Momente mit einem Bittgebet abschließen möchtet: Wie du Dua für deine Familie sprechen kannst, zeigen wir dir anhand von fünf authentischen Bittgebeten aus Quran und Sunnah.

Möge Allah dir helfen, den Iman in das Herz deines Kindes zu pflanzen, und ihn dort wachsen lassen. Amin.

Bleib in Verbindung 💌

Als Abonnent bekommst du kostenlose Lernmaterialien, exklusive Angebote und Rabatte — dazu kindgerechte Erklärungen und Hörbuch-Tipps für die Iman-Erziehung, direkt in dein Postfach.

Kostenlos. Jederzeit abbestellbar. Kein Spam, in schaa Allah.


Zurück zum Blog

Hinterlasse einen Kommentar